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vom 29. Mai 2013
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Bienensterben stoppen!

Erster Schritt zum Bienenschutz in NÖ gesetzt

Überprüfung von Chemikalien auf europäischer Ebene lässt zu viel Zeit verstreichen

 

St. Pölten, (SPI) – Für die SPNÖ ist der gestern im NÖ Landtag beschlossene Antrag hinsichtlich Maßnahmen zum umfassenden Bienenschutz ein grundsätzlich guter Kompromiss. Lediglich in einem Punkt konnte keine Einigkeit erzielt werden. Trotz der Zustimmung aller anderen im Landtag vertretenen Parteien beharrte die ÖVP darauf, dass die Überprüfung weiterer Chemikalien auf ihre Gefährlichkeit für Bienen auf europäischer Ebne stattfinden und nicht bereits auf nationaler Ebene durchgeführt werden solle. Dieser Punkt war für die sozial­demokratischen Abgeordneten nicht zufriedenstellend, da dadurch eine rasche Lösung in weite Ferne rückt. Der deshalb von der SPNÖ gestellte Abänderungsantrag, die Bundesregierung aufzufordern, dafür Sorge zu tragen, dass andere Mittel mit vermuteter ähnlicher Auswirkung auf die Bienenverträglichkeit verstärkt überprüft und allenfalls Zulassungsbeschränkungen erlassen werden, wurde aber leider nicht angenommen.

 

Die Pestizide auf Basis der Neonicotinoiden sind hochwirksame Insektizide und wirken als Nervengift. Sie werden als Saatgutbeize verwendet und werden daher von den Pflanzen bis in die Blätter aufgenommen. Außerdem werden die Böden durch die giftigen Substanzen belastet, sodass es bei regelmäßiger Anwendung der Pestizide auch zu einer Anreicherung im Boden kommt. Dadurch können auch Pflanzen eine Belastung mit den Chemikalien aufweisen, die selbst nicht damit behandelt wurden. Der SPNÖ ist es daher wichtig, dass zu den bekannten drei Wirkstoffen Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam noch vier weitere Substanzen überprüft werden. Das muss aufgrund ihrer möglichen Gefährlichkeit für die Bienenvölker sehr rasch geschehen.